• Get the Flash Player to see the slideshow.
  • Iê!

    • Yao: Lieber Tobi! Ich wünsche Dir viel Freude mit der neuen Webseite und hoffe sie wird den “Irmãos da Liberdade” von Nutzen sein. Bei Fragen und Anregungen stehe Ich Dir selbstverständlich zur Verfügung. Ich freue mich auf die nächste Roda und wünsche alles Gute...

Geschichte

Vom Anbeginn der Menschheit…

Der Ursprung der Capoeira liegt in afrikanischen Stammestänzen, die bis an die Wiege der Menschheit zurückreichen. Besonders wurde dabei die Natur imitiert - die Bewegungen der Tiere, der Pflanzen, des Wassers und des Windes. Der Kontakt mit den Vorfahren und den Göttern sollte dabei hergestellt werden. Obwohl die genaue Herkunft der Capoeira nicht genau bekannt ist (und sie sich vermutlich aus dem Besten entwickelte das die Stämme verschiedener Regionen beisteuern konnten), lassen sich z.B. Elemente erkennen, die auch in einem Tanz aus Angola vorkommen, zu dem die jungen Männer eines Dorfes zusammenkamen um ihre zukünftigen Bräute zu umwerben.

Auch heute ist die Roda ein Ritual: wir laden die Geister der verstorbenen Mestre, der Vorfahren und der großen Meister der Capoeira ein, geben Energie in die Roda, und passen auf, dass diese nicht entweicht.

…durch das Dunkel der Sklaverei…

Viele Afrikaner wurden nach der Entdeckung der neuen Welt von Europäern verschleppt und zur harten Arbeit auf den Plantagen Amerikas als Sklaven verkauft. Menschen aus allen Teilen Afrikas, jedoch vor allem von den Völkern der Atlantikküste, kamen unter dem Joch der Sklaverei zusammen, und begannen gemeinsam für ihre Freiheit zu kämpfen. Um sich zu wehren, mußten sie Kampftechniken entwickeln.

Natürlich war dies nicht einfach, da die Sklavenhalter es zu vermeiden suchten. Den Sklaven war aber während der Arbeit das Singen vergönnt war - und diese winzige Freiheit nutzten sie: Nach der Arbeit kam man zusammen und übte Kampftechniken - als Tanz getarnt.

…zur Freiheit…

Diese neue Kampfkunst war eine mächtige Waffe gegen die Sklavenhalter. Ca. 50.000 Aufständische gewannen die Freiheit, und gründeten im Hinterland Brasiliens die “Quilombos” - Sklavenstädte, teilweise ganze Staaten, als deren berühmteste die Republik von Palmares und das Königreich Angola Janga (”Klein-Angola”) zu nennen wären.

Bürger von Palmares konnten nur diejenigen werden, die sich die Freiheit selbst erkämpft hatten - und dafür war die Capoeira unverzichtbar. Nur durch Intervention der portugiesischen Kolonialarmee konnte Palmares nach vielen Jahrzehnten erobert werden, aber selbst das konnte die Qilombo-Bewegung nicht bezwingen.

…und in die Gegenwart

Die Sklavenhalter versuchten nun den Geist der Rebellion - und damit die Capoeira - mit brutaler Gewalt zu unterdrücken, doch vergebens. Aber selbst nach Aufhebung der Sklaverei verblieben viele der nun rechtlich Freien in Knechtschaft und Elend, woraus sie natürlich zu entfliehen versuchten. Daraufhin wurde die Capoeira bis in die 1930er verboten; wer ertappt wurde, wurde verstümmelt - wenn er überhaupt einen Prozeß bekam und nicht an Ort und Stelle hingerichtet wurde! Doch auch dies konnte den Triumph der Capoeira nur verzögern.

Mestre Bimba, der Begründer der Capoeira im Bahia-Stil, begründete noch während der Illegalität die erste Capoeira-Akademie. Bei einer Vorführung von Mestre Bimba und seinen Schülern vor Präsident Vargas war dieser so angetan, dass er die Capoeira nicht nur wieder legalisierte, sondern sie auch als hohes brasilianisches Kulturgut und als Nationalsport anerkannte.

Nach Ende der Repression begann die zweite Blütezeit der Capoeira; neue Akademien wurden, nunmehr mit offizieller Unterstützung, eröffnet; neue Stilrichtungen wurden entwickelt. Nun endlich wurde diese Kunst den Capoeira-Interessierten auf der ganzen Welt zugänglich gemacht.

Wir, die “Geschwister der Freiheit”, bemühen uns, mit unserem Capoeira-Projekt auch soziale Hilfe zu leisten. So versuchen wir durch besondere Projekte, in sozialen Brennpunkten Jugendliche mit unserer Capoeira zu begeistern.

Axé!